Gottes Anwesenheit in deinem Leben

Andy Wolf verriet einmal in einer Predigt wie Gott zu uns spricht. Wie er sich uns offenbart und uns verrät was er mit uns vorhat, uns beistand leistet, sich uns mitteilt. Es war ein Vers aus dem Buch der Könige. Dort steht das Gott zu Elia redete wie das Säuseln im Wind oder durch das Säuseln im Wind.  Das ist für mich ein bildhafter Vergleich für die Anwesenheit Gottes in unserem Leben. Ich glaube, und mit Glaube meine ich die Sicherheit dieser Erkenntnis die mir nur Jesus schenken kann, das Gott sich uns im Stillen offenbart.

In den Momenten in denen er mit uns allein sein kann ohne Ablenkung, ohne andere Einflüsse. Und das ist meist so unscheinbar, unverhofft und unvermittelt das wir es gerade in dieser schnellen Zeit kaum noch wahrnehmen. So hat unser Gegner im Glauben ganze Arbeit in unserer Gesellschaft geleistet. Ich möchte dich dazu ermutigen deine Sinne zu schärfen für Gottes reden, handeln und Richtung weisen in deinem Leben.

Vor kurzen las ich einem Buch über die zwei Welten die existieren. Mir war das bis zu diesem Zeitpunkt nie so bewusst geworden. Die eine Welt ist die Sichtbare, unsere Welt in der wir leben. Die andere Welt ist die Unsichtbare Welt. Beide Welten sind untrennbar miteinander verwoben, las ich wie folgt: "Denn was sichtbar ist, das ist zeitlich, was aber unsichtbar ist, das ist ewig" (2. Kor. 4,18) ?...Damit weist Paulus auf die beiden Wirklichkeiten hin, mit denen wir es zu tun haben: die sichtbare und die unsichtbare Welt. Sichtbares und Unsichtbares liegen nun nicht getrennt voneinander, weder übereinander noch umeinander, sondern ineinander.

Die beiden Naturen Jesu, die wahre Menschlichkeit und die wahre Göttlichkeit, waren in einem Menschen Jesus von Nazareth ungetrennt und unvermischt vorhanden. Ebenso ungetrennt und unvermischt ist das ineinander von sichtbarer und unsichtbarer Welt, so das man sagen kann: Jesus war im Sichtbaren ganz Mensch  und im Unsichtbaren ganz und gar Gott, und doch nur Einer.

(vgl. Rohrbach, H. / Diener Jesu Christi © 1984 by Verlag der Bad Liebenzeller Mission Bad Liebenzell)

Gott wirkt also im Unsichtbaren, Ewigen. Ich aber bin im Sichtbaren, Zeitlichen. Aber beide können  nicht voneinander getrennt werden. So hatte ich das noch nicht gesehen. Und nun hatte ich die Bestätigung für etwas das mich schon so lange begleitet und doch konnte ich es nicht in die Richtigen Worte fassen. Jetzt mit diesem Wissen darf ich es versuchen und möchte euch daran Teil haben lassen. Zur geistlichen Auferbauung. Wenn Gott, also die unsichtbare Welt, und wir, die sichtbare Welt untrennbar miteinander verwoben sind dann kann es kein Zufall sein das mir so oft - gerade wenn ich mich einsam fühle, mich frage ob ich auf Gottes Weg bin, ich an mir zweifele, das gerade dann kleine Zeichen und Gesten meinen Weg kreuzen die mich daran erinnern das Gott mit mir ist.

Wie ist es bei Euch?! Ich will euch Beispiele aus meinem Leben geben. Bevor ich meine Frau (Gottes Geschenk, meine Rettung) kennen lernte war ich sehr, sehr unglücklich. Vielleicht war ich sogar schon depressiv. Die Ursache dafür war immer wieder die gleiche. Liebeskummer. Ich fühlte mich wie ein Pechvogel - Die Zahl "13" passte perfekt zu mir. Als ich meine Frau kennenlernte war eine der ersten Gemeinsamkeiten die uns verbanden diese, unsere gemeinsame Lieblingszahl "13". Für mich ist diese Zahl gleichbedeutend mit dem Wendepunkt meines Lebens - Der Umkehr zu Jesus und die Heirat meiner Frau.

Nun bin beruflich sehr viel unterwegs und oft frage ich mich ob das alles ist, ob es das ist was Gott von mir erwartet. Oft zweifele ich. Aber immer wieder und genau in diesen Momenten wird Gott, die unsichtbare Welt, erlebbar. Meine erste Dienstreise nach Russland, ich bekomme das Zimmer Nr. 814. OK es ist nicht offensichtlich, aber ist das säuseln des Windes ohrenbetäubend? Also 8+1+4 = 13!!! Wahnsinn!  Ein anderes Beispiel. Ich habe ein Zimmer im 23. Stock eines anderen Hotels. Ich stehe im Fahrstuhl, bin auf dem Weg zum Frühstück im 1. Stock. Gerade bete ich still und bin sehr frustriert über die Geschäftspartner. Bin ich hier richtig, frage ich mich. Wo hält der Fahrstuhl auf einmal an?! Genau, im 13 Stockwerk - Und niemand steigt ein!!! Versteht ihr was ich meine?!?! Gott ist da, er zeigt sich mir und auch euch jeden Tag in kleinen und kleinsten Gesten.

Schalte deine Antennen ein! Gott ist mit dir, er hält sein Wort! Vertraue auf seine Wegweisung, sei beständig im Gebet und auch im Gedanken an ihn. Und er zeigt sich dir so wie du es brauchst und immer genau dann wenn du es brauchst. Wirf all dein Sorgen, all dein Vertrauen auf Gott. Und lausche nach dem Säuseln im Wind. Vergiss nicht DU hast dich entschieden. Gott hält die Tür auf aber DU musst den Schritt hindurch treten.

Euer Martin

 

Diener Gottes: Lukas 17, 10

"So sollt auch ihr, wenn ihr alles getan habt, was euch befohlen war, sprechen: Wir sind unnütze Knechte; wir haben getan, was wir zu tun schuldig waren!"

Bist du ein Diener Gottes? Dann ist dieses Wort für das Fleisch in dem Du lebst sicher pures Gift!

Ich soll keinen Dank erhalten für das was ich tue? Kein "Danke" für die Freizeit die ich gebe? Keinen Dank für die Arbeit die ich jeden Tag tue, für meinen Lebensunterhalt oder die Gemeindearbeit? Das kann nicht sein!!!

Doch, Jesus selbst sagt es. Wie kann das sein?! Ist es nicht selbstverständlich das man sich bedankt, haben wir das nicht so in der "guten Kinderstube" gelernt? Ich glaube, und habe es selbst erfahren, das das was Jesus hier meint nichts mit der "guten Kinderstube" zu tun hat. Es ist vielmehr deine innere Haltung zu dieser Welt, die er hier anspricht. Ich habe mich jahrelang geärgert und war frustriert über meine Vorgesetzten auf Arbeit. Habe ich nicht meine Freizeit geopfert für die Firma, habe ich nicht Überstunden ohne Bezahlung auf mich genommen, mich durch die bürokratischen Mühlen gebissen um gute Arbeit abzuliefern?! Um dann ohne ein "Dankeschön" abgefertigt zu werden, nein im Gegenteil man hält mir noch die Fehler vor die unabsichtlich passieren!?!? Von Dank keine Spur.... sondern Frust, Enttäuschung, Unlust, waren die Folge....

Doch dann schenkt mir Gott dieses Wort und plötzlich wird es mir klar - meine Einstellung drehte sich ab diesem Moment um einhundertachzig Grad. Keinen Dank brauch ich von dieser Welt. Mein Herr, dem ich diene sitzt im Himmel, er ist der Höchste von allen!!! Kein Chef, kein Vorgesetzter, keines Menschen Dank habe ich nötig für das was ich tue! Denn ich tue es nicht für sie sondern für meinen wahren, einzigen Herrn. Seiner unendlichen Liebe, Gnade und Barmherzigkeit darf ich mir sicher sein! Und ich danke ihm! Dafür das er mich erlöst hat, frei gemacht hat, so lang auf mich gewartet hat, die Geduld nicht verloren hat an mir.

Sicher der Mensch und das in mir wohnende Fleisch lechzt noch immer nach Anerkennung. Hochmut und Eitelkeit sind meine Gegner/Widersacher wenn diese weltliche Anerkennung überhand nimmt. Doch ich trage dieses Wort in mir und voller Dankbarkeit erinnere ich mich und komme vor seinen Thron im Gebet.

Was würde passieren wenn jeder anfängt seinem Nächsten zu danken anstatt darauf zu warten das ihm selbst jemand dankt? Ist nicht Jesus in jedem von uns, danken wir nicht auch Gott wenn wir einander dankbar sind?

Euer Martin